Unser Streben nach Anerkennung

Warum arbeiten einige Menschen gerne länger und legen sich im Job mehr ins Zeug als andere? Warum entscheiden sich Erwachsene spontan, mit Wettkampfsportarten mit exzessiven Trainingsumfängen zu beginnen und ihr ganzes Leben plötzlich danach auszurichten? Warum gibt es Menschen, die in fünf Vereinen jeweils im Vorstand tätig und ihre gesamte Freizeit für ihr Ehrenamt opfern?

Einfach gesagt: sie streben nach Anerkennung.

Das ist an sich nichts Schlechtes, bringt es doch Menschen dazu, Höchstleistungen zu vollbringen und Außergewöhnliches zu erreichen.

Es macht uns aber abhängig. Abhängig vom Urteil anderer – unserer Kollegen, Vorgesetzten, Mitstreiter, Familie, Freunde, Kinder, Trainer und, und, und…

I can't get no satisfaction.Es macht uns außerdem süchtig. Lob und andere positive Rückmeldungen erfüllen nur kurz ihren Zweck und schon bald stellt sich wieder dieses Gefühl ein, noch immer nicht gut genug zu sein. Weder Erfolg, Ruhm noch Siege können den „inneren Kritiker“ abstellen. Es gilt immer noch mehr zu leisten und besser zu werden. Niemals stellt sich ein Moment der absoluten Selbstzufriedenheit ein.

Die Anerkennung, die wir im Außen suchen, fehlt in Wirklichkeit in unserem Inneren. Das Gefühl, noch nicht gut genug zu sein, kommt aus unserer Vergangenheit. Daher kann auch kein Ereignis im Jetzt den Durst nach Anerkennung stillen.

Zur Ruhe zu kommen und wahrlich unabhängig von der Anerkennung anderer zu werden, ist eine Kunst. Nicht Perfektionismus und Leistung führt zu Zufriedenheit, sondern die Fähigkeit, sich selbst zu genügen. Ein guter Coach kann dir dabei helfen, deine Glaubenssätze und Denkmuster zu reflektieren und sie zu verändern. Das lohnende Ergebnis: In Situationen, in denen bisher automatisch innere Programme abliefen, die dich immer wieder gleich agieren lassen, kannst du auch einmal einen anderen, neuen Weg gehen.

Jede neue Handlungsmöglichkeit macht dich ein Stück weit unabhängiger und freier. Du kannst dann noch immer nach Anerkennung streben – aber bewusst und freiwillig. Wir sehen uns an der Ziellinie! 😉